Raststadt

Personen aus dem Rollenspiel Raststadt

Raststadt

Personen aus dem Rollenspiel Raststadt
Rollenspiel

 

Der Umbruch 1989/90 bedeutete auch neue Mobilitäten: DDR-Bürger wurden gewissermaßen zu Migranten ohne Migration, weil sich das Territorium „unter ihren Füßen“ spätestens mit dem Beitritt zum Geltungsbereich des bundesdeutschen Grundgesetzes veränderte; die fortgesetzte Abwanderung vor allem in die alten Bundesländer blieb hoch; Ausländer in der DDR verblieben in unklarem Status; neben Spätaussiedlern kamen politische Flüchtlinge auf dem Gebiet der neuen Bundesländer unter.Das Rollenspiel erlaubt es, im Szenario einer fiktiven ostdeutschen Stadt (»Raststadt«) um 1992 gleichermaßen jüngste zeitgeschichtliche als auch gegenwärtige Problem auf der Ebene individueller Lagen zu behandeln.

Nach einer Einführung in die historische Situation anhand einiger Charakteristika steht die Interaktion aller Teilnehmer im Zentrum des Projekttages. Hierbei sind 15 Rollen auszufüllen, die teilweise mit mehr als einer Person besetzbar sind.

Gemeinsam ist den Rollen dabei, dass sie jeweils vor der Bewältigung irgendeiner Form von Mobilität und mehr oder minder tiefgreifender biografischer Veränderung stehen. Handlungsentscheidungen und eine Momentaufnahme der Situation am Ende der Rollenspielphase bilden die Grundlage für die sich anschließende etwa einstündige Reflexionsphase.

Das Angebot richtet sich an Schüler ab Klassenstufe 9 aller Schularten (besonders für die Fächer Gemeinschaftskunde, Geschichte, Ethik und Religion), aber auch an Erwachsene.

 

Dauer:
4 Stunden
Teilnehmer:
Bis 30 Personen
Preis pro Teilnehmer:
8,00 € (Schüler 4,00 €)
Mindestpreis pro Gruppe:
180,00 € (Schüler 90,00 €)