ÖffnunGs- und Schließtage
zwischen Weihnachten und neujahr

Liebe Besucher,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Gedenkstätte an folgenden Tagen nicht geöffnet sein wird:

24. – 26. Dezember geschlossen
31. Dezember und 1. Januar geschlossen

Ab dem 2. Januar gelten wieder unsere regelmäßigen Öffnungszeiten.

Die nächste kostenlose Führung, welche immer am 1. Sonntag des Monats stattfindet, ist am 6. Januar um 11:00 Uhr.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest und einen guten Rutsch in das neue Jahr! Ihr Gedenkstätten-Team
 

Das Ende des Prager Frühlings 1968
Ausstellung 31.10. – 31.12.2018

Im Jahr 1968 versuchten in der Tschechoslowakei die Reformer um Alexander Dubček dem Sozialismus ein „menschliches Antlitz“ zu geben und leiteten einen weitreichenden Prozess der Demokratisierung ein. Er wurde von der gesamten Gesellschaft vorangetrieben und löste überall im Ostblock Hoffnung auf Veränderung aus. Der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes am 21. August 1968 setzte dieser Entwicklung ein gewaltsames Ende. Die Bilder des Prager Frühlings und seiner Niederschlagung sind aus der europäischen Erinnerung an 1968 nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche Aufnahmen sind zu Ikonen der internationalen Fotografiegeschichte geworden. Die Fotoausstellung zeigt die vielen Gesichter des politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aufbruchs in der Tschechoslowakei im Jahr 1968. Sie vermittelt einen visuellen Eindruck von der damals in der tschechoslowakischen Bevölkerung herrschenden Atmosphäre der Zuversicht und Hoffnung.

Die Erinnerung an den Prager Frühling wurde besonders nachhaltig durch die Bilder vom Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes am 21. August 1968 und von den Protesten der tschechoslowakischen Bevölkerung geprägt. Unter den Bedingungen der Okkupation gelangten die Aufnahmen tschechoslowakischer Fotografen oft auf abenteuerlichen Wegen ins Ausland und wurden damit zu eindrücklichen Zeugnissen für die gewaltsame Beendigung des tschechoslowakischen Experiments.

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Arbeiten einer ganzen Reihe tschechischer und slowakischer Fotografen u.a. von Vladimir Lammer, Dagmar Hochová-Reihardtová, Daniela Sýkorová, Jan Bartůšek, Miroslav Hucek, Václav Toužimský, Pavol Breier, Tibor Borský, die den gesellschaftlichen Wandel und kulturellen Aufbruch in der Tschechoslowakei in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre begleiteten und auch in der Zeit nach dem Einmarsch am 21. August 1968 fotografiert haben.

Die Ausstellung war ein gemeinsames Projekt der Slowakischen Republik und der Tschechischen Republik, den Botschaften beider Republiken in Deutschland sowie ihrer Kulturinstitute in Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam und ist von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert. Beteiligt haben sich darüber hinaus das Institut für Zeitgeschichte an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und das Historische Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften.
Konzeption und Realisierung: Jürgen Danyel, Jenifer Schevardo und Dana Kyndrová

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage statt.

 

Neues Angebot:
Wöchentliche Montagsführung

Liebe Gäste,

ab sofort bietet die Gedenkstätte Bautzner Straße an jedem Montag 14 Uhr eine öffentliche Führung an.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Führungsentgelt beträgt 3 Euro zuzüglich zum Eintritt.

In einem Rundgang durch das original erhaltene Stasi-Gefängnis erfährt man, wie der staatliche Repressionsapparat seine politischen Gegner auszuschalten versuchte. Anhand eindringlicher Mitschnitte im ehemaligen Büro des Dresdner Stasi-Chefs kann man erleben, wie der Sicherheitsdienst arbeitete. Im Haftkeller erzählen die kargen Zellen des sowjetischen Geheimdienstes über die Schicksale der Inhaftierten, die oft in den Gulag führten.

 

„Wir sind das Volk!
Dresdner Revolutionsweg 1989“

Ab sofort bieten wir einen neuen Stadtrundgang an.

Im Herbst 1989 geschah etwas vollkommen Unerwartetes: Ein großer Teil des Volkes der DDR ging gegen die autoritäre Staatsmacht auf die Straße und zwang das Regime in die Knie. Dresden spielte bei diesem Umbruch eine besondere Rolle. Anfang Oktober 1989 wurden Züge mit DDR-Flüchtlingen aus der Prager Botschaft in die Bundesrepublik Deutschland über den Dresdner Hauptbahnhof geleitet. Tausende versammelten sich dort, um auf die Züge aufzuspringen oder gegen das DDR-Regime zu protestieren. Als der Bahnhof am Abend des 4. Oktober geräumt und abgeriegelt wurde, kam es zu Ausschreitungen. Gewaltsame Übergriffe auf beiden Seiten, Massenverhaftungen und Zerstörungen folgten. In diesen Tagen entschied sich in Dresden, ob die Revolution friedlich enden würde.

Der Stadtrundgang erzählt an den zentralen Orten die Geschichte des besonderen Dresdner Weges im Herbst 1989.

Diese Veranstaltung wird von der Landeshauptstadt Dresden gefördert.
Dauer: ca. 135 Minuten
Preis pro Teilnehmer: 7,00 €
Mindestpreis pro Gruppe: 80,00 €

 

Neues Ausstellungsmodul eröffnet:
WENDE // SEITEN!

Auf besondere Weise führt eine Chronik rund um die Ereignisse der Friedlichen Revolution 1989 in Sachsen, insbesondere Dresden, in die Vergangenheit. Beim Blättern des Buches lassen originale Filmdokumente und Berichte prominenter Beteiligter die bahnbrechenden Ereignisse lebendig werden. Lothar de Maizière, Hans Modrow, Detlef Pappermann, Arnold Vaatz und weitere Zeitzeugen berichten aus unterschiedlichen Perspektiven und lenken den Blick auf die Herausforderungen der Gegenwart.

Unter folgendem Link bekommen Sie einen ersten Eindruck:


 

Neue Publikation zur Geschichte der Gedenkstätte Bautzner Straße:

Heiko Neumann

»Und die hatten dann irgendwie meinen Willen gebrochen.«
Haftregime & Vernehmungspraxis
in der MfS-U-Haft Bautzner Straße Dresden
1953 – 1989

Die Lokalstudie schildert anhand von bisher nicht veröffentlichten Häftlingsinterviews das Haftregime und die Vernehmungspraxis in der Dresdner Untersuchungshaftanstalt des MfS. Der Haftalltag wird in vergleichender Perspektive im Zeitraum von 1953 bis 1989 dargestellt. Die umfangreiche Einbindung von Häftlingserinnerungen erzeugt ein detailliertes Bild über die damaligen Haftabläufe, aber auch über das Empfinden von Menschen in Haft. Von der Aufnahmein der Fahrzeugschleuse bis hin zur Geständnisgewinnung in den Vernehmungsräumen erlaubt die Studie einen tiefen Einblick sowohl in die baulichen Veränderungen als auch in die Ziele und Methoden einer MfS-Untersuchungshaftanstalt.

Das Buch ist ab jetzt erhältlich und kann in der Gedenkstätte für 10,- Euro vor Ort erworben als auch per E-Mail unter info@bautzner-strasse-dresden.de bestellt werden.

Gedruckt mit freundlicher Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Mit Klick auf eine Buchseite können Sie sich Buchausschnitte anschauen.

 

STASI. Die Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit
Trailer Der Ausstellungseröffnung

Am Mittwoch, den 20. April 2016, wurde die große Dauerausstellung „STASI. Die Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit“ eröffnet. Bisher nur in Berlin zu sehen, ist sie nun Teil des Ausstellungsbereiches der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden.

 

Bericht Planspiel »Vorsicht friedlich!«

Am 27.01.2016 wurde zum vierten Mal das Planspiel »Vorsicht friedlich!« im ehemaligen Stasi-Festsaal in der Gedenkstätte Bautzner Straße durchgeführt.

Das Planspiel lässt die Teilnehmer in fünf Spielphasen darüber diskutieren, wie eine fiktive Diktatur aus der Krise geführt werden soll. Reichen die Reformen des Staates aus? Kommt es zum Putsch oder führen die Demonstrationen zum Sturz des alten Systems – kommt es zur Revolution? Aufgeteilt in sechs Gruppen und drei Pressevertreter lernen die Teilnehmer in ihren Rollen spielerisch und ergebnisoffen die Akteure, Positionen und Konfliktlinien der historischen „Friedlichen Revolution“ 1989/90 kennen. Bewusst wird ihnen dies jedoch erst am Ende des Spieles.

Beim letzten Planspiel nahmen zum ersten Mal keine Schüler, sondern Angestellte eines lokalen Unternehmens teil.
Zunächst wurden die Teilnehmer mit dem Konzept des Planspiels durch die Betreuer Heiko Neumann sowie Nick Wetschel vertraut gemacht und anschließend in die verschiedenen Gruppen eingeteilt. In der folgenden Phase beschäftigten sich die Spieler mit dem Profil ihrer Gruppe und leiteten daraus ihre Zielstellungen und Konzepte ab. Dies mündete in einem ersten Aufeinandertreffen von Staat und der Opposition, welche durch Bürgerrechtler, Umwelt- und Friedensbewegung vertreten wurde. Zudem übernahmen Spieler die Rolle der internationalen Presse sowie der Staats- und Oppositionspresse und berichteten über die verschiedenen Positionen. Die Regierung wurde mit den Forderungen der Opposition konfrontiert. Sie agierte in der ersten Plenumsrunde derartig geschickt, dass sie die Opposition rhetorisch entwaffnete. Im Anschluss hatten Mitglieder aus der Gruppe „Volk“ die Möglichkeit, sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden, wobei diese Wahl eindeutig zugunsten der Regierung ausfiel. Im Folgenden zogen sich die Fraktionen wieder zurück, um nun die konkreten Maßnahmen und Forderungen zu überarbeiten und präzisieren. Jetzt wurde der Staat im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen wesentlich stärker seitens der Opposition unter Druck gesetzt und es viel ihm schwer, glaubwürdig gegen die Forderungen zu argumentieren. Außerdem sah sich die Regierung mit der Drohung des Aufrufs zum Generalstreik konfrontiert. So mündete der Disput in dem Beschluss, andere Parteien zuzulassen und (vermeintlich) freie Wahlen durchzuführen.
In der vorletzten Spielrunde erfolgte der Wahldurchgang, in dem die gegenwärtige Regierung als Sieger hervorging. Von einer unabhängigen Wahlkommission wurde jedoch zum Entsetzen der Teilnehmer Wahlbetrug auf staatlicher Seite konstatiert.
Mit diesem Ergebnis endete der aktive Teil des Planspiels und die Teilnehmer traten aus ihren Rollen heraus. In der letzten Phase wurde intensiv der Verlauf, das Ergebnis und die darauf basierenden weiteren Möglichkeiten von den Teilnehmern ausgewertet und besprochen.

Im Vergleich zu den bisherigen Planspielen mit Jugendlichen fußte die Auseinandersetzung zwischen den Kontrahenten zu einem großen Teil auf Dialog und Kompromissen und war somit stärker harmoniebetont. Die Möglichkeit, repressive Maßnahmen auszuspielen, wurde nicht genutzt. Eventuell waren den (erwachsenen) Spielern eigene Diktaturerfahrungen noch gegenwärtig.

 

Gedenkstätte Bautzner Straße im
2. Französischen Fernsehen

France 2 hat am Freitag, 11.12.2015, im Frühstücksfernsehen „télematin“ die im November 2015 recherchierte Reportage von Marie Dominique Perrin ausgestrahlt und sie live im Studio dazu befragt. Der Bericht über Dresden und die Sächsische Schweiz erreichte über 1 Millionen Fernsehzuschauer. Auch die Gedenkstätte Bautzner Straße wird an zentraler Stelle und ausführlich vorgestellt.

Der Bericht ist durchweg positiv und betont die starke Veränderung der Stadt seit dem Mauerfall.

 

Das Buch zur Ausstellung
„Wieland Förster - Jahrhundertbilanz“
ist erschienen

»Wieland Förster – Jahrhundertbilanz« ist der Titel der Ausstellung mit 15 Arbeiten des Bildhauers in ausgewählten Räumen der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden, vor allem im kargen sowjetischen Haftkeller und im bedrückenden Hafthaus. Tiefes Leid soll nachempfunden werden, Repression spürbar sein, existenzielle Bedrohung und Willkür von Diktaturen sollen ebenso wirken wie der lichte Ausblick der Befreiung. Der Rundgang führt den Besucher durch ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, in welchem auch Künstler persönlich drangsaliert, verfolgt und behindert wurden.

Blick ins Buch (Auswahl)

Preis: 10,00 EUR

Ebenfalls erhältlich: Die DVD zum Film „Wieland Förster – Ich lebe, um mich zu erinnern“ für 15,00 EUR

Verkauf in der Gedenkstätte oder Bestellung über info@bautzner-strasse-dresden.de (zzgl. Versand 3,00 EUR)