Mail Art und Denkstätte

Jürgen Gottschalk, Mail-Art-Postkarte, Foto: Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden

Mail Art und Denkstätte

Interessierte Schulen und Bildungspartner gesucht!

 

Der Traum von der grenzenlosen Kommunikation scheint heute dank der weltweiten Vernetzung weitgehend verwirklicht. In der DDR sah das ganz anders aus. Und dennoch gab es mit Mail Art ein Ventil, die bestehenden engen Grenzen kommunikativ zu durchbrechen. Mail Art-Aktivisten haben dazu weltweit Postkarten versandt und empfangen sowie anschließend im privaten Raum Menschen zu Ausstellungen und Austausch versammelt. Was heute digital mit Social Media ganz normal ist, wurde früher analog und unter ungleich schwierigeren Bedingungen mit Mail-Art schon erkundet und ausgetestet. Zudem war man in der DDR der Gefahr ausgesetzt, als Mail Art-Aktivist in den Fokus der Staatssicherheit zu geraten.

Das wollen wir jungen Menschen von heute nahebringen und gemeinsam mit Ihnen Anknüpfungspunkte zu heutigen Kommunikationskanälen ausloten. Bei „Mail-Art und Denkstätte“ erfahren Jugendliche, wie junge Menschen in der DDR mittels Mail Art versuchten, die eng gesetzten politischen und geografischen Grenzen mit „grenzenloser“ Kommunikation zu überwinden. Dazu kommen sie mit Zeitzeugen ins Gespräch. Die Jugendlichen können dazu gern eigene Geschichten mitbringen, etwa aus der eigenen Familie, welche sie im Vorfeld schon sammeln. In Mail Art-Workshops werden die beteiligten Jugendlichen an die Methode der Mail Art herangeführt, setzen eigene Arbeiten um und erproben unter Anleitung, wie diese über aktuelle Kommunikationskanäle wirkungsvoll verbreitet werden können. Ein daran anknüpfendes Raumkonzept wird dann in Zusammenarbeit mit einem Gestalter so umgesetzt, dass ein gemeinsam mit Jugendlichen für junge Menschen gestalteter Werkstattraum entsteht. Dieser „Denkraum“ kann nach Projektabschluss dauerhaft von anderen Gruppen genutzt werden.

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Der Workshop ist für Ihre Gruppe kostenfrei. Das Projekt „Mail-Art und Denkstätte“ in Trägerschaft der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden und in Kooperation mit Kultur Aktiv wird gefördert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

 

 

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Teilnahme
kostenfrei