Aktuelle Veranstaltungen

30.09.2019 19:00 - 22:00 Uhr
„Guten Tag! Sie sind verhaftet!“

Ein begehbares Hörspiel im Hafthaus

Dauer 40 min, Einlass 19.00 - 21.00  laufend
Letzter Einlass 21:00

Im Abstand von 4 Minuten starten jeweils zwei Teilnehmer.
Reservierungen mit Startzeiten: Tel. 0351 /
646 54 54

Mit:
Christian Claus - Verhafteter
Tom Quaas - Wärter
Michael Specht - Aufseher und Vernehmer
Anna Mateur - Revolution
Thomas Stecher - Häftling
Viktor Tremmel - Häftling
Albrecht Goette - Häftling
Günter Kurze - Zelleninformant
Hilmar Eichhorn - Stasi Chef
Anna-Katharina Muck - Frau an der Aufnahme
Monika Hildebrand - Mutter eines Häftlings

Buch und Regie: Harriet Maria und Peter Meining
Sounddesign: Nikolaus Woernle
Technik: Thomas Strich

Dauer 40 min

„Guten Tag! Sie sind verhaftet!“ wurde anlässlich des 30 jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution von den Künstlern Harriet Maria Meining und Peter Meining in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Sounddesigner Nikolaus Woernle für die Gedenkstätte Bautzner Strasse Dresden konzipiert und entwickelt. Den Zuschauer erwartet ein begehbares Hörspiel, welches ihn in eine fiktive DDR Gefängniswelt führt. Stellvertretend durchläuft er die Apparatur der Diktatur. Gefängnisinsassen erzählen von Ihrem Alltag, von Demütigungen, Ihrer Wut und Resignation. Aber auch die Täter haben eine Stimme, seien es ein fanatischer Aufseher oder der Oberstleutnant beim Verhör. Die Revolution lauert auf Ihre Chance und im Finale überschlagen sich die Ereignisse. Einzelne Bausteine der Handlung sind an reale Personen, deren Äußerungen, sowie an historische Ereignisse angelehnt. So finden etwa die „Verhörprotokolle" des Regimekritikers Jürgen Fuchs Verwendung, aber auch Schilderungen von ehemaligen Inhaftierten oder Zitate von Personen der Zeitgeschichte.

Es wird explizit darauf hingewiesen, dass es sich nicht um die Rekonstruktion eines Gefängnisalltags oder historischer Ereignisse handelt. So gab es zum Beispiel keine Kommunikation zwischen Inhaftierten und Wachpersonal, der Name des Vernehmungsführers wurde nie genannt und Freigänge wurden stets mit dem Zellengenossen absolviert. Es handelt sich vielmehr um eine collagierte Erzählung, in der sich die Bruchstücke zu einem beklemmenden Bild der Diktatur fügen. Fragen nach moralischer Integrität und Ohnmacht, nach historischer Verantwortung und der Brutalität des Einzelnen reichen dabei mühelos bis in unsere Gegenwart.

Vita:
Die Dresdner Künstler Harriet Maria und Peter Meining entwickeln seit 1993 gemeinsam Theaterinszenierungen, Filme, Performances, Kunstaktionen und Hörspiele. 1997 erhielten Sie den Kunstförderpreis der Stadt Dresden, 2010 den George Tabori Preis in Berlin. Ein Großteil der Produktionen realisierten Sie unter dem Namen norton.commander.productions. Inzwischen widmen Sie sich fast ausschließlich Ihrer Filmarbeit. Ihr Film  „Falter“ feierte im Januar 2019 seine Uraufführung innerhalb des Filmfestivals „Max Ophüls Preis“ und gewann eine Vielzahl internationaler Filmpreise in den USA und in Deutschland.  www.mauserfilm.de
Nikolaus Woernle arbeitet als Komponist und Sounddesigner an einer Vielzahl deutscher Theaterbühnen, sowie als Musiker in diversen Musik und Kunstprojekten. www.nikolauswoernle.de

Gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Dresden im Rahmen des Projektes „Dresdner Revolutionsweg/Vorsicht friedlich!“

Wir danken Lilo Fuchs für die Nutzung der Texte von Jürgen Fuchs.

 

 
01.10.2019 19:00 - 22:00 Uhr
„Guten Tag! Sie sind verhaftet!“

Ein begehbares Hörspiel im Hafthaus

Dauer 40 min, Einlass 19.00 - 21.00  laufend
Letzter Einlass 21:00

Im Abstand von 4 Minuten starten jeweils zwei Teilnehmer.
Reservierungen mit Startzeiten: Tel. 0351 /
646 54 54

 
07.10.2019 18:00 - 20:00 Uhr
Ideologie, Kunst, Vision – Das Wandbild „Weg der Roten Fahne“

Eröffnung der Veranstaltungsreihe und der dazugehörigen Open-Air-Ausstellung mit Lichtinstallation von Andrea Hilger auf dem Wandbild
Ort: Zentrum für Baukultur im Kulturpalast

In der DDR vor 50 Jahren pompös gefeiert, nach ´89 unter Denkmalschutz gestellt, trotzdem schamhaft versteckt und schließlich 2016 restauriert - Dresden tut sich schwer mit Gerhard Bondzins Wandbild „Der Weg der Roten Fahne“.
Das 30 Meter lange Wandbild war einer der bedeutendsten Großaufträge für Kunst am Bau in Dresden und gehört heute zu den wichtigsten Beispielen sozialistischer Monumentalkunst. Es stellt die DDR in den Kontext eines Geschichtsbildes, das auf dem historischen Materialismus beruhte und Ausdruck des sozialistischen Zukunftsoptimismus war. 1989 aber wurden unerfüllte gesellschaftspolitische Utopien zur Ressource einer Systemopposition.
Die Diskussion um das Wandbild, die schon bald nach der Friedlichen Revolution einsetzte, konzentrierte sich vor allem auf den Kult- und Symbolwert des Objekts und die ihm eingeschriebene Ideologie. So verwundert es kaum, dass die „Rote Fahne“ nach dem Abbau des Lenin-Denkmals am Hauptbahnhof zum meist umstrittenen bildkünstlerischen Objekt im Dresdner Stadtraum wurde.
Anlässlich des 50. Jahrestages des Dresdner Kulturpalastes und der 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution hat die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden in Kooperation mit dem Sächsischen Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie mit „Denk Mal Fort e.V.“, der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen und der OSTRALE - Zentrum für zeitgenössische Kunst Dresden eine Ausstellung konzipiert, die das Wandbild „Der Weg der Roten Fahne“ am Dresdner Kulturpalast als Relikt der untergegangenen SED-Diktatur in den Mittelpunkt stellt. Die Ausstellung ist vom 8.10.-9.11.2019 auf der Schlossstraße zu sehen und wird von einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe begleitet.

Donnerstag, 10.10.2019, 18:00 Uhr
„Ist das Kunst oder kann das weg?“ Das Wandbild als Erbe und Ärgernis
Podiumsdiskussion mit: Dr. Johannes Warda, Erfurt, Paul Kaiser, Dresden, Silke Wagler, Dresden

Donnerstag, 24.10.2019, 18:00 Uhr
Wir sind die Sieger der Geschichte? Geschichtsphilosophische Fragen an ein ­Komplexbild der DDR
Prof. Dr. Thomas Brose, Berlin

Donnerstag, 07.11.2019, 18:00 Uhr
Was haben wir davon? Die „Rote Fahne“, das Erbe der DDR und Dresdens Erinnerungskultur
Fishbowl mit: Dr. Joachim Klose, Dresden, Michael Kölsch, Leipzig, Johannes Nichelmann, Berlin

Das Projekt wird durch den Freistaat Sachsen über das Förderprogramm „Revolution und Demokratie“ finanziert.

 

 
Sonntag, 13.10.2019 18:00 Uhr
Dmitri Schostakowitsch „Antiformalistischer Rajok“ Eine Satirische Kantate

Szenisches Konzert der Staatsoper Dresden in Zusammenarbeit mit dem Staatsschauspiel Dresden
Sinfoniechor Dresden –
Extrachor der Sächsischen Staatsoper Dresden
Musikalische Leitung: Johannes Wulf-Woesten
Szenische Leitung: Manfred Weiß

Was ist die Aufgabe der Kunst im Sozialismus? Der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch hat aus den Phrasen zum Auftrag der Kunst im Kommunismus seine satirische Kantate „Antiformalistischer Rajok“ komponiert – und das Werk aus Angst vor Repression jahrzehntelang versteckt gehalten. Im Versammlungssaal der Stasi-Gedenkstätte Bautzner Straße führen Sänger und Sängerinnen der Semperoper und des Sinfoniechor Dresden das Stück als inszeniertes Konzert mit Texten aus dem Umfeld des Komponisten auf.

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe »30 Jahre Friedliche Revolution« – Veranstaltungsreihe der Sächsischen Staatstheater vom 3. bis zum 13. Oktober 2019

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden in Kooperation mit der Semperoper Dresden und dem Staatsschauspiel Dresden

Karten erhältlich in der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden.
Bestellungen werden per E-Mail unter info@bautzner-strasse-dresden.de entgegengenommen.

 
Dienstag, 05.11.2019 18:00 Uhr
Vom Mut in der Diktatur. Geschichten aus Tschechien, Deutschland, der Slowakei, Ungarn und Polen

Was treibt dazu an, sich einem diktatorischen Regime entgegenzustellen und für demokratische Grundrechte einzutreten? Vorgestellt werden Menschen aus ehemaligen „Ostblockstaaten“, die den Mut dazu aufbrachten: Werner Gumpel, der wegen Flugblatt-Aktionen zu 25 Jahren Lagerhaft in der Sowjetunion verurteilt wurde, Dietrich Koch – verhaftet wegen seines Protestes gegen die Sprengung der Leipziger Universitätskirche, und Harald Bretschneider aus der DDR-Friedensbewegung.

Aus deren Erinnerungen lesen die Schauspieler Ahmad Mesgarha und Oda Pretzschner. Vorgestellt wird ein Audio-Guide, der mit den Stimmen von Zeitzeugen durch das sowjetische Kellergefängnis führt.

Die Ausstellung stellt die diesjährigen Nominierten für den Preis „Memory of Nations“ vor, der am 17. November 2019 in Prag verliehen wird.

Ausstellungseröffnung im Rahmen der Tschechisch Deutschen Kulturtage

In Kooperation mit Post Bellum, Prag, und dem Collegium Bohemicum, Ústí nad Labem

Gefördert von der Euroregion Elbe Labe

 
Donnerstag, 05.12.2019 10:00 - 17:00 Uhr
Tag der offenen Tür