Aktuelle Veranstaltungen

Sonntag, 08.09.2019 10:00 - 18:00 Uhr
Tag des offenen Denkmals

Führungen
10:30 | 12:30 | 14:30 | 16:30 Uhr

Am authentischen Ort wird erfahrbar, was politische Haft in der DDR bedeutete. In einem Rundgang durch das einzige original erhaltene Stasi-Untersuchungsgefängnis in Sachsen kann nachvollzogen werden, wie der staatliche Repressionsapparat seine politischen Gegner auszuschalten versuchte. Der Rundgang führt durch den sowjetischen Haftkeller, den repräsentativen Festsaal und in das Büro des Dresdner Stasi-Chefs.

 

OSTRALE zu Gast (=LETZTER TAG der Ausstellung)

Die Intervention der OSTRALE Biennale O19 erstreckt sich in der Gedenkstätte Bautzner Straße über das Foyer, den Sowjetischen Haftkeller, die Stasi-Untersuchungshaftanstalt, den Aufenthaltsraum für weibliche Strafgefangene und dem Stasi-Festsaal. 15 künstlerische Positionen zeitgenössischer internationaler Künstler, stehen gegenüber dem historischen Bezug des Ortes und ergänzen durch das diesjährige Thema „ismus" die gegenwärtige Bedeutsamkeit der Wahrnehmung von Vergangenheit in der Zukunft zu begreifen.

 

Spurensuche in der Gedenkstätte. Familienangebot
10:00 bis 17:00

Mit dem richtigen Lösungswort gibt es eine kleine Belohnung. Die Spurensuche ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.

 

Buchverkauf und Cafeteria
10:00 bis 17:30

 

 
30.09.2019 19:00 - 22:00 Uhr
„Guten Tag! Sie sind verhaftet!“

Mit: Christian Claus, Hilmar Eichhorn, Albrecht Goette, Monika Hildebrand, Günther Kurze, Anna Mateur, Anna Katharina Muck, Tom Quaas, Michael Specht, Thomas Stecher, Viktor Tremmel

„Guten Tag! Sie sind verhaftet!“ ist eine Audio Erzählung, die anlässlich des 30 jährigen Jubiläums der "friedlichen Revolution“ von den Künstlern Harriet Maria Meining und Peter Meining für die Gedenkstätte "Bautzner Strasse" konzipiert und entwickelt wurde. 

Den Zuschauer erwartet ein begehbares Hörspiel, welches ihn in eine fiktive DDR Gefängniswelt führt. Stellvertretend durchläuft er die Apparatur der Diktatur. Gefängnisinsassen erzählen von Ihrem Alltag, von Demütigungen, Ihrer Wut und Resignation. Aber auch die Täter haben eine Stimme, sei es ein fanatischer Aufseher oder der überzeugte Oberstleutnant beim Verhör. Die Revolution lauert auf Ihre Chance und im Finale überschlagen sich die Ereignisse. Einzelne Bausteine der Handlung sind an reale Personen, deren Äußerungen, sowie an historische Ereignisse, angelehnt. So finden etwa die „Verhörprotokollen" des Regimekritikers Jürgen Fuchs Verwendung, aber auch Schilderungen von ehemaligen Inhaftierten oder Zitate von Personen der Zeitgeschichte. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass es sich nicht um die Rekonstruktion eines Gefängnisalltags oder historischer Ereignisse handelt.  Vielmehr entwickeln Harriet Maria und Peter Meining  eine collagierte Erzählung in der sich die Bruchstücke zu einem beklemmenden Bild der Diktatur fügen. Fragen nach moralischer Integrität und Ohnmacht, nach historischer Verantwortung und der Brutalität des Einzelnen reichen dabei mühelos bis in unsere Gegenwart. Unterstützt werden Sie dabei von dem Dresdner Soundkünstler, Musiker und Komponist Nikolaus Woernle und einem hervorragendem Sprecher Ensemble.

Die Dresdner Künstler Harriet Maria und Peter Meining entwickeln seit 1993 gemeinsam Theaterinszenierungen, Filme, Performances, Kunstaktionen und Hörspiele. 1997 erhielten Sie den Kunstförderpreis der Stadt Dresden, 2010 den George Tabori Preis in Berlin. Ein Großteil der Produktionen realisierten Sie unter dem Namen norton.commander.productions. Inzwischen widmen Sie sich fast ausschließlich Ihrer Filmarbeit. Ihr Film „Falter" feierte im Januar 2019 seine Uraufführung  innerhalb des Filmfestivals "Max Ophüls Preis“ und gewann eine Vielzahl internationaler Filmpreise in den USA und in Deutschland. 

Dauer 40 min, Einlass 19.00 - 21.00  laufend 

Letzter Einlass 21:00

 

 
01.10.2019 19:00 - 22:00 Uhr
„Guten Tag! Sie sind verhaftet!“

Dauer 40 min, Einlass 19.00 - 21.00  laufend 

Letzter Einlass 21:00

 
Sonntag, 13.10.2019 19:00 Uhr
„Antiformalistischer Rajok“

Was ist die Aufgabe der Kunst im Sozialismus? Der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch hat aus den Phrasen zum Auftrag der Kunst im Kommunismus seine satirische Kantate „Antiformalistischer Rajok“ komponiert – und das Werk aus Angst vor Repression jahrzehntelang versteckt gehalten. Im Versammlungssaal der Stasi-Gedenkstätte Bautzner Straße führen Sänger und Sängerinnen der Semperoper und des Sinfoniechor Dresden das Stück als inszeniertes Konzert mit Texten aus dem Umfeld des Komponisten auf.

Musikalische Leitung: Johannes Wulf-Woesten

Szenische Leitung: Manfred Weiss

Sinfoniechor Dresden – Extrachor der Sächsischen Staatsoper Dresden

 
Dienstag, 05.11.2019 18:00 Uhr
Vom Mut in der Diktatur. Geschichten aus Tschechien, Deutschland, der Slowakei, Ungarn und Polen

Was treibt dazu an, sich einem diktatorischen Regime entgegenzustellen und für demokratische Grundrechte einzutreten? Vorgestellt werden Menschen aus ehemaligen „Ostblockstaaten“, die den Mut dazu aufbrachten: Werner Gumpel, der wegen Flugblatt-Aktionen zu 25 Jahren Lagerhaft in der Sowjetunion verurteilt wurde, Dietrich Koch – verhaftet wegen seines Protestes gegen die Sprengung der Leipziger Universitätskirche, und Harald Bretschneider aus der DDR-Friedensbewegung.

Aus deren Erinnerungen lesen die Schauspieler Ahmad Mesgarha und Oda Pretzschner. Vorgestellt wird ein Audio-Guide, der mit den Stimmen von Zeitzeugen durch das sowjetische Kellergefängnis führt.

Die Ausstellung stellt die diesjährigen Nominierten für den Preis „Memory of Nations“ vor, der am 17. November 2019 in Prag verliehen wird.

Ausstellungseröffnung im Rahmen der Tschechisch Deutschen Kulturtage

In Kooperation mit Post Bellum, Prag, und dem Collegium Bohemicum, Ústí nad Labem

Gefördert von der Euroregion Elbe Labe

 
Donnerstag, 05.12.2019 10:00 - 17:00 Uhr
Tag der offenen Tür