1989 – Zeitenwende

Wahllokal Rumänien, F.A.Z.-Foto / Mirko Krizanovic

1989 – Zeitenwende

Wahllokal Rumänien, F.A.Z.-Foto / Mirko Krizanovic
13.11.2020 – 31.12.2020

 

Die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden zeigt in Kooperation mit der Volkshochschule Dresden ab dem 13.11.2020 die Fotoausstellung „1989 Zeitenwende. Osteuropa zwischen Friedlicher Revolution und Gewalt“ der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) mit Bildern von Mirko Krizanovic und Texten des Dresdner Historikers Prof. Dr. Tim Buchen.

Das Jahr 1989 hat Europa verändert, und Europa hat sich seitdem gewandelt. Die Öffnung der Mauer, die Demonstrationen in Prag, die Schüsse der rumänischen Geheimpolizei auf Bürger, die Stürmung von Stasi-Zentralen – der Fotograf Mirko Krizanovic dokumentierte Momente dieser Zeitenwende. Dabei lichtete er auch Trabi-Korsos, abziehende Sowjet-Panzer und Minenräumer an der innerdeutschen Grenze ab.

Rasant lösten sich die kommunistischen Herrschaftssysteme Mittel- und Osteuropas auf. Diese politischen und ökonomischen Umwälzungen hatten gemeinsame Ursachen, aber sehr unterschiedliche Verläufe und Ergebnisse: In der ehemaligen DDR gelang die Revolution friedlich, in Rumänien kam es zu blutigen Kämpfen mit zahlreichen Toten und Jugoslawien zerfiel in mehreren Kriegen.

Mirko Krizanovic ist freier Fotojournalist. Er war 1987 bis 1994 Redaktionsfotograf der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Reportage-Reisen führten ihn in über 40 Länder. Krizanovics Bilder erschienen in Büchern, Tages- und Wochenzeitungen, Magazinen und sogar als Briefmarke. Am 12. November 1989 fotografierte er in Obersuhl nach dem Mauerfall jubelnde Menschen und einen Trabi-Korso, ein Motiv, das die Deutsche Bundespost über 30 Millionen Mal als Briefmarke druckte.

Die 42 ausgestellten Fotografien zeigen die Umbrüche im Osten Europas in Ausschnitten. Diese ordnet Prof. Dr. Tim Buchen mit seinen Ausstellungstexten in ein historisches Gesamtbild ein. Tim Buchen ist Historiker an der Technischen Universität Dresden und Experte für Osteuropa.

Die Ausstellung entstand mit freundlicher Unterstützung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

In Kooperation mit der Volkshochschule Dresden

 

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