Aktuelle Veranstaltungen

Mittwoch, 27.09.2017 18:00 Uhr
"Politische Künstler/innen im Portrait Geflüchteter"

Ausstellungseröfffnung

Künstlerische Sprache ist universell. Unabhängig davon, in welcher Sprache sich Menschen verständigen, ist doch allen der Ausdruck mit den Mitteln der Kunst möglich. So haben sich Flüchtlinge mit den Arbeiten der auch politisch engagierten Künstler Susan Donath und Manaf Halbouni auseinandergesetzt, sich mit ihren Biografien beschäftigt und dazu bildnerisch gearbeitet.

Die Ausstellung wird bis zum 31. Oktober in der Gedenkstätte Bautzner Straße zu sehen sein.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.
Des Weiteren kann die Ausstellung am Sonntag, den 29 Oktober, kostenfrei besucht werden.

Projektträger: Künstlerbund Dresden e.V. in Kooperation mit Erkenntnis durch Erinnerung e.V., Dresdner Institut für Fortbildung und Kultur Aktiv e.V.

 
Dienstag, 17.10.2017 18:00 Uhr
Der lange Schatten des Roten Oktobers

Podiumsdiskussion

Nicht nur im Reformationsjahr1517, sondern auch in dem der Oktoberrevolution 1917 änderte sich die Welt grundsätzlich. Der Aufstieg einer neuen Macht im Osten Europas brachte das Spiel der Weltmächte und die Staatenwelt Europas durcheinander und veränderte das euro-asiatische Russland selbst grundlegend. Wer das Ende des Zarismus begrüßt hatte, war bald darauf ernüchtert, wenn nicht gar erschüttert, von der Wirklichkeit der Revolution. Die „rote Hoffnung“ ertrank im Blut, schuf neues Unrecht und Elend- und desavouierte auf lange Sicht die sozialistische Utopie eines Lebens in Freiheit.

In dieser Podiumsdiskussion geht es zum einen darum, wie Historiker die Ereignisse von vor hundert Jahren bewerten und welches Bild der Oktoberrevolution im heutigen Russland gezeichnet wird. Außerdem wird das Feindbild „Jüdischer Bolschewismus“ beleuchtet.

Moderation: Dr. Justus H. Ulbricht, Historiker und Geschäftsführer des Dresdner Geschichtsvereins

Referenten
Prof. Dietrich Beyrau
Dr. Nancy Aris
PD Dr. Agnieszka Pufelska

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Geschichtsverein, dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Volkshochschule Dresden

Im Vorfeld der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ zu besichtigen (Eine Ausstellung von Gerd Koenen, herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum)

 
Mittwoch, 08.11.2017 18:00 Uhr
Für die Menschenrechte! Charta 7

Ausstellungseröffnung

Die Gründung der „Charta 77“liegt 40 Jahre zurück, steht aber auch heute noch für den Mut zur Freiheit. Aus diesem Anlass zeigt die Gedenkstätte Bautzner Straße in Zusammenarbeit mit Tschechischen Generalkonsulat Dresden sowie den Tschechisch-Deutschen Kulturtagen die Ausstellung „Charta 77“. Ihr Name steht sowohl für die im Januar 1977 in der Tschechoslowakei verfasste Petition als auch die mit ihr verbundene Bürgerrechtsbewegung. Die Verfolgung unpolitischer Rockmusiker durch die kommunistische Staatsmacht gab den Anlass für die Prager Dissidenten, die Menschenrechte einzufordern, die auch der CSSR-Führung in der Schlussakte von Helsinki zugesichert hatte. Zu den Initiatoren und Erstunterzeichnern gehörte auch Václav Havel.

Die zwei begleitenden Fotoausstellungen „Just a Perfect Day“ von Ivo Silhavý  und „The Times They Are A-Changin“ von Oldrich Skácha zeigen den Menschenrechtler und späteren Staatspräsidenten Václav Havel in seinem privaten und beruflichen Umfeld.

 
Mittwoch, 15.11.2017 17:00 Uhr
Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution. Wie eine Gruppe junger Leipziger die Revolution wagte

Buchlesung mit Autoren- und Zeitzeugengespräch

Peter Wensierskis´ Buch „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ ist eine ungewöhnliche Nahaufnahme, in der das politische und private Handeln der Akteure jener Zeit nachvollziehbar und lebendig wird. Erzählt wird die Geschichte vom Wert des Zusammenhalts für eine demokratische Gesellschaft. Es ist ein inspirierendes Werk über die Kraft und die Möglichkeiten des Einzelnen, über Meinungsfreiheit und Menschenwürde und so aktuell wie nie, in einer Zeit, in der grundlegende Werte unseres Miteinanders wieder in Frage gestellt werden. Es klärt auch, wie der Ruf „Wir sind das Volk“ entstand und gemeint war. Auch 28 Jahre nach der friedlichen Revolution ist die Notwendigkeit einer Aufarbeitung der Vergangenheit der SED-Diktatur in all ihren Facetten weder überflüssig noch rückwärtsgewandt.

Es wird in beeindruckender Weise gezeigt, dass das Ringen um Demokratie in den wenigsten Fällen von Institutionen ausgeht, sondern immer von einzelnen Menschen.

Der Autor wird an diesem Abend in der Gedenkstätte zu Gast sein. Hinzu kommt die Anwesenheit eines  Zeitzeugen, der zusätzlich seine Erlebnisse schildert und für Fragen zur Verfügung steht.